- Systematik , Vorstellung der Arten u. Unterartenund Möglichkeiten zur Unterscheidung anhand von Beispielbildern
- Literaturtips
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Hier zunächst ein toller Bericht mit schönen Fotos von Anneli Moeller direkt aus dem Habitat vonAgama agama in Nsuta/Ghana.
Vielen lieben Dank Anneli, das du diese wertvollen Informationen über deine Beobachtungen für meine Homepage zur Verfügung stellst !
Nsuta, Anfang September 08
Mein Name ist Anneli Moeller ,ich lebe zur Zeit in Ghana und ich habe hier viele dieser wunderbaren Tiere im Garten frei herumlaufen.
Zu den *Gelegen* kann ich sagen, dass die Weibchen sie hier in freierWildbahn *ca. 6-10 cm* in lockere Erde vergraben
Sie buddeln dazu ganz sorgsam Löcher, legen die Eier hinein undbuddeln sie danach wieder zu.Interessant ist es mit anzusehen, wie sie danach die Erde regelrecht"feststampfen".
Hier ein Foto von einer Agame während der Eiablage
Die *Tiefe* an denen sich die Eier befinden beträgt etwa *5-6 cm*
Die *Temperatur* der Erde beträgt dort *29,2°C,* an der Erdoberfläche 28,3°C.
Die Erde ist *feucht aber nicht nass .
Gestern hat es z.B. den ganzen Tag geregnet, heute ist es trocken - aber es herrscht keine pralle Sonne, eher bewölkt.
Ich finde immer wieder Eier im Beet wenn ich Unkraut rauszupfe, ich grab sie an Ort und Stelle wieder ein, oder nehme einen Behälter mit Erde, grab die Eier ein, und befeuchte die Erde ab und an.
Da es hier wie gesagt zeitweise fast täglich regnet, denke ich dieEier brauchen diese gewisse Feuchtigkeit.
Hier Fotos von zwei verschiedenen Eiablagestätten
Die Jungtiere sind geschlüpft und die Kleinen waren sehr lebendig.Einige Wochen hatte ich sie im Haus herumlaufen (ich hatte Angst sie würden gleich von den anderen gefressen werden – machen die adulten Agamen mit Vorliebe wie ich beobachten konnte ! ).Die Jungtiere schliefen sogar auf meinem Freund. Im Alter von ca. 4 Wochen haben wir sie dann im Garten freigelassen, einige Tage ließen sie sich noch anfassen, dann waren sie wieder wild.
Das adulte Männchen ist so zahm, dass es sich sogar am Schwanz anfassen lässt und Fliegen von der Pinzette frisst.
( Anmerkung von Agama-planet.de : Ein wunderschönes Exemplar einer männlichen Siedleragame ! )
Wir haben gerade ( Aug/Sept. )den Übergang von Regen zur Trockenzeit und überall findet man Eiablagestätten und sieht kleine Echsen herumlaufen.Übergang bedeutet, dass es etwa alle 2-3 Tage regnet. (In Deutschland würde man es einen kräftigen Landregen nennen.)
Die Ablageplätze liegen relativ ungeschützt und so dem Regen und der Sonne ausgesetzt.
Die * Luftfeuchtigkeit * beträgt zwischen * 75% und 85%.* Also richtig schön *tropisch*, man kann das Wasser in der Luft fast greifen.
Geht man aus dem klimatisierten Haus (ca 23°C) nach draussen ist z.B. eine Brille sofort beschlagen. Die Luftfeuchtigkeit ändert sich in der Trockenzeit nur wenig. Trockenzeit meint nur, dass es nicht täglich sondern eben nur alle 3-4 Tage regnet.
Unser Garten befindet sich etwa * 70 Meter über dem * Grundwasserspiegel und wir sind hier im (leider ehemaligen) Regenwaldgebiet.
Wenn ich die Tiere tagtäglich beobachte, kann ich mir kaum vorstellen, sie in einem Terrarium zu halten. Sie sind unglaublich aktiv und den ganzen Tag nur unterwegs.
Sie lieben es erhöht auf Steinen oder Bäumen zu sitzen, zum Teil sogar oben in den höchsten Kronen
Zu den "perfekten" Terrarienbedingungen ( soweit in Gefangenschaft überhaupt möglich ):
Sie lieben große erwärmte Steine,gerne neben Wasser (wegen der Libellen ;-) ), oder an einer Stelle an der sie den Rest überblicken können.Sie lieben es auf Ästen oder Steinen in der Sonne zu liegen (Männchen)
Weibchen
Beim Untergrund scheinen sie recht unempfindlich zu sein, egal ob Gras, Erde, Asphalt oder eine Mischung aus allem Weibchen
Unser "Chef-Männchen" hier ist etwa 40 cm groß, die Weibchen um einiges kleiner, etwa 25 -30 cm* (immer mit Schwanz).
Männchen
Weibchen
Niedlich ist es mit anzusehen, wie schon die Kleinen das Kampfverhalten "üben" und miteinander "kämpfen". Hinfällig wie oft in der Haltung in Gefangenschaft sind sie hier vor Ort definitiv nicht
Viele Grüße aus dem sonnigen Nsuta ! :-)
Anneli
Einige weitere unserer Bilder aus Ghana/Nsuta findet ihr auf meiner Homepage !
Bis vor kurzem machten es die wenigen ökologischen und zoogeographischen Kenntnisse schwer eine sichere Zuordnung der verschiedenen Arten vornehmen zu können .
Der Agamakomplex wird erst seid 2004 wieder intensiver erforscht.
Laufende Studien schaffen derzeit immer wieder ergänzende und neuerliche Erkenntnisse über Vorkommen und Merkmale der Siedleragamen .
- Stand August 2007 -
Reptilia : Sauria : Agamidae
Agama( DAUDIN,1802)
Siedleragame
* *
Art / Species:
Agama lionotusBOULENGER, 1896
- Agama lionotus lionotus
- Agama lionotus dodomae
- Agama lionotus elgonis
- Agama lionotus ufipae
- Agama lionotus usambarae *
* ( als Synonym von Agama lionotus lionotusWAGNER, 2007 - herpetozoa )
Art / Species:
Agama agama agamaLINNAEUS, 1758
- Agama agama africanaHALLOWELL, 1844
- Agama agama boensisMONARD, 1940
- Agama agama congica
- Agama agama savattieriROCHEBRUNE, 1884
- Agama agama mucosoensisWAGNER2007, mündl. Mitteilung
- Agama finchiBÖHME et al., 2005*
- Agama planicepsPETERS, 1862 ( Namib Rock Agama )
Beispielbilder
Männchen Agama lionotus dodomae Männchen Agama agama agama
Kehlzeichnung Agama lionotus dodomae Kehlzeichnung Agama agama agama Weibchen Männchen
Weibchen Agama lionotus lionotusKehlzeichnung Agama lionotus lionotus
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